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Computersucht Erwachsene: Wie können Eltern ihrem Kind helfen?

Eltern sind immer öfter in der Situation, dass ihre Kinder sehr viel Zeit am Computer verbringen. Vor allem wenn Anzeichen für eine Computersucht vorhanden sind, sollten sich Eltern mit dem Thema befassen und unter Umständen etwas dagegen machen.

Man sollte schon im Kindesalter anfangen

Kind ist ComputerspielsüchtigEs wäre eigentlich wichtig, dass man von Anfang an dem Kind einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Computer beibringt. Sobald ein Kind ins Jugendlichenalter kommt, ist es sehr schwer dann Maßnahmen oder Einschränkungen im Nachhinein einzuführen.

Während der Kindheit wird das Kind geprägt. Was ist gut? Was ist schlecht? Was schmeckt gut? Was macht Spaß? Oft werden Kinder mit dem Computerspielen belohnt. Deswegen verbinden sie von Kindesalter den Computer als Belohnung.

Dagegen spricht erst einmal nichts. Jedoch sollte man darauf achten, dass das nicht die einzige Belohnung bleibt. Überlegen Sie sich was Ihr Kind gerne macht und variieren Sie die Belohnungen. Eine sehr gute Belohnung für etwas ist beispielsweise ein Besuch im Tierpark. Vielleicht schaffen Sie es eine Sportart als Belohnung zu etablieren. Schwimmen ist dabei meist eine sehr gute Wahl.

Kindern in der Pubertät die Computersucht austreiben

Sollten Ihr Kind schon in der Pubertät sein, ist das ganze bereits wesentlich komplizierter. Die beste Möglichkeit um mit der Situation klar zu kommen, ist sich mit dem Thema zu befassen um das Verhalten zu verstehen.

Es ist wichtig mit dem Kind über den übermäßigen Computerkonsum zu reden. Machen Sie ihm bewusst was für Konsequenzen das mit sich ziehen kann und bieten Sie ihm alternativen. Versuchen Sie eine tägliche Beschränkung für den Computergebrauch festzulegen mit der beide einverstanden sind.

Es bringt dabei recht wenig, wenn Sie von Anfang an ins Zimmer platzen und herummotzen, wieso es immer noch vor dem Monitor sitzt.

Versuchen Sie nicht dem Kind eine direkte zeitliche Begrenzung zu geben. Sondern versuchen Sie es indirekt. Statt: „In 2 Stunden machst du aus, sonst gibt’s ärger“, lieber: „Hilfst du mir dann bitte um 16 Uhr beim Kochen.“

Da Kinder eines bestimmten Alters zu einem Trotzverhalten neigen sollte es klar sein wieso die zweite Variante meist besser ist. Außerdem bieten Sie dem Kind damit automatisch eine Alternative und es ist ihm nicht langweilig.

Wann sollte ich den Stecker ziehen?

Bei Überschreitung von festgelegten Grenzen muss man auf jeden Fall Konsequenzen spüren lassen. Den Computerstecker ziehen sollte man aber wirklich nur im schlimmsten Fall und unter keinen Umständen leichtfertig machen. Da es doch die gegenteilige Wirkung auch haben kann.

Ansonsten sind die üblichen Bestrafungen bei wiederholtem Verstoß gegen die eigenen Abmachungen immer gut. Beispielsweise die Kürzung des Taschengeldes. Andere Konsequenzen sind meist vom Kind abhängig. Sie als Elternteil dürften dabei besser wissen was bei Ihrem Kind wirkt und was nicht.

Am besten ist, wie vorhin erwähnt sich selber mit der Thematik zu befassen. Sind es Computerspiele die Ihr Kind an den Computer binden? Oder doch Facebook, Chaträume und andere Social Media? Wenn Sie selber verstehen was Ihrem Kind den Reiz bietet und Sie sich in Ihr Kind hineinversetzen können, vereinfacht das das Ganze um Welten.

Fragen Sie es einfach was es am Computer macht, aber aus Interesse und nicht aus dem Grund es gleich danach zu verbieten.

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